| Zuerst gibt man die benötigte Menge in ein Sieb, spült die
Körner unter fließendem Wasser gut durch und weicht sie 6-8
Stunden bei Zimmertemperatur ein (wenn möglich, zwischendurch spülen
und Wasser erneuern). Dazu das Sieb in eine mit Wasser gefüllte Schüssel
hängen. Die Körner müssen vollständig mit Wasser bedeckt
sein. Nach dem Einweichen spült man die Körner unter kaltem fließendem
Wasser durch, verteilt sie im Sieb so, dass sie nicht aufeinander liegen
und deckt das Ganze am besten mit einem Teller ab. Es darf nicht luftdicht
abgedeckt sein, die Schüssel darf kein Wasser mehr enthalten und die
Körner müssen Licht haben, aber kein direktes Sonnenlicht. Am
besten eignet sich eine Glasschüssel oder man nimmt anstatt des Tellers
Gaze (Fliegennetz) zum Abdecken. Dann lässt man das Ganze 1-2 Tage
keimen. Während des Keimvorgangs die Körner mehrmals durchspülen.
Nach etwa 8 Stunden brechen die ersten Keimlinge durch und in diesem Stadium
kann man das Keimfutter bereits verfüttern. Die Keimlinge sollten
nicht länger als 1 cm werden, denn ab diesem Zeitpunkt entwickeln
sie Bitterstoffe und sind nicht mehr so bekömmlich. Vor dem Verfüttern
noch mal gut durchspülen. Zum Schluss einmal heiß und dann kalt
spülen, das gekeimte Futter auf ein paar Lagen Küchenrolle ausbreiten,
trocken tupfen und sofort anbieten. Das Keimfutter muss innerhalb weniger
Stunden von den Tieren verzehrt werden. Reste bitte entfernen und nicht
aufbewahren.
Eine andere Möglichkeit ist, das Keimfutter als sogenanntes Quellfutter zu anzubieten. Dazu die Körner wie oben beschrieben einweichen und nach dem Einweichvorgang spülen und trocknen (siehe oben) und verfüttern. Sollte das gequellte oder gekeimte Futter irgendwie „komisch“ riechen, dann bitte weg damit, denn Keimfutter, das riecht ist nicht mehr zum Verzehr geeignet. Alle Keimgeräte müssen vor der Wiederverwendung sorgfältig
gereinigt werden, siehe auch Keimfutter
für Sittiche", Punkt 5.
|