| Ihre Gefiederfarben, ihr verspieltes Verhalten, ihr Gesang
und Geplauder, besonders aber auch die Fähigkeit mit dem Menschen
zu kommunizieren und zutraulich oder
sogar zahm zu werden und bei einigen Arten
die Fähigkeit einige Wörter
oder sogar ganze Sätze nachzusprechen machen Ziervögel, besonders
die Sittiche, sehr beliebt.
Sittiche gehören zur Familie der Papageien, von denen es etwa 330
Arten gibt. Die beliebtesten und bekanntesten Sittiche sind wohl der Wellensittich
und der Nymphensittich. Außerdem
sind der Rosella (auch: Rosellasittich),
Ziegensittich,
Katharinasittich
und Bourkesittich inzwischen
sehr weit verbreitet.
Die wenigsten Nymphensittichhalter wissen übrigens, dass der Nymphensittich
trotz seines Namens eigentlich gar kein "echter" Sittich ist, sondern eher
der Familie der Kakadus angehört, die ebenfalls Hauben tragen, oder
ein Bindeglied zwischen Sittichen und Kakadu sind.
Sittiche sind in verschiedene Gattungen
eingeteilt, die teilweise sehr unterschiedliche Verhaltensweisen, "Sprachen"
und Lebensgewohnheiten haben. |
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Der Begriff Sittich hat seinen
Ursprung aus verschiedenen Sprachen:
| Latein: |
Psittacus
Die wissenschaftliche Bezeichnung für verschiedene Sitticharten
beginnt heute noch mit "Psitta-", z.B. die Familie der Bindensittiche Psittacella
spp. (z.B. Großer Bindensittich = Pistacella brehmii) oder die
Familie der EdelsittichePsittacula
spp. (z.B. Psittacula krameri = Halsbandsittich) |
| Griechisch |
"Psittakós" (auch Sittakós) |
| Alt-Indisch: |
Sittace |
So entstand im Althochdeutschen das Lehnwort "sitich" oder "sytich",
aus dem später im Neuhochdeutschen
Sittich wurde.
Die Haltung von Sittichen:
In den letzten Jahren gab es große Fortschritte bei der Haltung
von Sittichen in Deutschland und den meisten Nachbarländern. Fortschritte
in der Tiermedizin und der Verhaltensforschung sowie die Verbreitung des
Internets in viele Haushalte trugen im wesentlichen dazu bei, dass viele
Vögel heutzutage nicht mehr nur im Käfig leben müssen und
nur mit Körnerfutter und vielleicht ab und zu einem Apfel gefüttert
werden.
Trotzdem kommt es leider nach wie vor häufig vor, dass sich Vogelliebhaber
gar nicht oder zu wenig informieren, bevor sie sich diese Vögel anschaffen.
Frust und Enttäuschung sind für den Halter oft groß, wobei
der Frust und der Stress des Vogels oder der Vögel oft nicht wahrgenommen
wird.
| Die Haltung von Sittichen bedeutet Verantwortung.
Man kann Sittiche nicht ausschließlich im
Käfig halten!
Die Haltung von Sittichen ist nicht anspruchslos
und erfordert einigen Zeitaufwand und etwas Kreativität.
Dies bedeutet nicht zwangsweise, dass sie auch
sehr teuer sein muss. |
Die Ansprüche von Sittichen an ihr Zuhause und ihre Umgebung werden
in der Rubrik "Haltung" ausführlich
vorgestellt. Überlegen Sie also am besten schon vor dem Erwerb Ihrer
Sittiche, ob diese zu Ihren eigenen Vorstellungen und Ansprüchen passen.
Sie können sich dafür z.B. eine kleine Checkliste
machen.
Sittiche sind sehr spannende und lustige Kobolde, deren Haltung sehr
viel Freude bereitet, wenn man ihre Bedürfnisse beachtet und
sie möglichst artgerecht hält. Nur dann können sie
(fast) ihr ganzes arteigenes Verhaltensrepertoire ausleben und davon profitiert
auch der Halter. Er ist dann sozusagen Teil des mehr oder weniger
großen Vogelschwarms. Er ist nicht außen vor, nur weil die
Sittiche eventuell (noch) nicht
zahm
sind oder seine
Sprache lernen.
Zur artgerechten Haltung zählen unter anderem:
Der erste Papagei, der in Europa
eingführt wurde
war vermutlich ein Edelsittich.
Forscher gehen davon aus, dass der Halsbandsittich
(auch "Kleiner Alexandersittich" genannt) mit einer Flotte Alexanders des
Großen nach dem Feldzug gegen die Perser 327 v. Chr. nach Griechenland
gebracht wurde.
Vorstellung der Sitticharten:
In meinem Sittichlexikon können
Sie sich über fast alle Sitticharten ausführlich informieren.
Kennzeichnungspflicht von Sittichen
Am 1.1.2001 trat die Neufassung der Bundesartenschutzverordnung in
Kraft. Sie soll den illegealen Handel mit geschützten Tierarten eindämmen.
Auch private Halter und Züchter müssen einige Vogelarten artenschutzrechtlich kennzeichnen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des BNA (Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e. V.) |
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